Unglaubwürdig

Dein Gesicht, starrend, gaffend. Deine Augen, die mich betrachten, bis auf die Haut. Was siehst du in mir? Was lässt dich so schauen, als wäre ich ein interessantet Objekt, das studiert werden muss. Ich will deinen Blicken entweichen, doch meine Füße wollen nicht, meine Gedanken sind gelähmt. Immer weiter tanzen wir, bis die Bewegungen nicht mehr so schwer erscheinen, schon leichter sind. Doch in meinem Kopf rast es. Ich will weg. Weg gehen. Ich schau mich über deine Schulter um. Doch niemand den ich kenne, niemand der mich gut kennt. Wer bist du? Frage ich mich. Keine Antwort. Nur das du morgens im gleichen Bus sitzt, wenn sich die Menschen hineindrängen, still schweigend, auf dem Weg zu einem neuen schweren Tag. Nur das du älter bist als ich, ganze 5 Jahre. Zu viel für mich. Nur dass dein Blick, mich verunsichert, mich stört. Und das ich nichts über dich weiß. Ich hätte mich wegdrehen sollen, als du dir deinen Weg zwischen Stühlen und Tischen bahntest, zielgerichtet, lächelnd auf mich zukommend. Ich hätte weggehen sollen. Ich hätte weiter draußen die Luft genießen sollen, anstatt hineinzugehen um nichts zu verpassen. Umsehen, umdrehen, weggehen. So einfach wäre es gewesen. Du bringst es alles außer Gleichgewicht. Du brachtest den Anklang für eine der schwersten Tage in meinem Leben. Der Brief den ich damals schrieb, der Weg den ich gehen wollte. So einfach geht es. Ein Mensch muss nur einen kleinen Finger rühren, und er bringt das Leben eines Anderen zum Kippen. Und heute seh ich dich wieder. Dein Gesicht verschlossen, überrascht plötzlich, als du mich siehst. Ich wünschte, du würdest dich umdrehen, deine Augen von mir abwenden, doch du starrst mich weiter an. Mit gesenktem Kopf geh ich weiter. In mir eine kleine, unnötige Hoffnung, das du mich nicht erkannt hast. Das du dieses blasse, graue, farblose Gesicht nicht gesehen hast.

Behind you Barricade
Bei Lara ist Blogvorstellung

I'm lost for words

Weiter, weiter
Lauf ich davon
Wege, schmaler & breiter
Öffnen sich mir

Graue Häuser
Graue Menschen
Sehen durch dich hindurch
Unsichtbar

Ziehe weiter
Ziele breiter
Keiner kennt den Weg
Den du wähltest

Fliehst du mit mir?
Davon, Davon
Weiter weg, als du je gingst
Wenn du lebst, wovon?

Cause I love you's not enough I'm lost for words.

Enttäuscht

Im Moment geht alles drunter und drüber. Alles entscheidet sich jetzt!
Manchmal will man einfach wegrennen. Wenn das Licht sich in den Tränen brichrt, wenn man das Gefühl hat in einem Glaskasten zu leben. Wenn man sich nicht mehr als ein Teil des ganzen fühlt. Einfach wegrennen, alles hinter sich lassen, einen neuen Platz finden zum leben. Wenn niemand auf deine Worte hört, sondern sie nur dein verschmiertes, geschwollenes Gesicht sehen. Wenn alles was dir lieb ist, sich gegen dich wendet, wenn sie nicht akzeptieren können, dass du Fehler machst. Der betäubende Schmerz, ein Verlust der Gefühle. Liebe wird zu schnell zu Hass. Licht zu Dunkelheit. Freund zu Feind. Die eigene Mutter zu einer fremden Person, deren Gesicht ihren Hass wiederspiegelt. Ihre Augen die mich anblitzen, absolute Verständnislosigkeit. Wenn ich wegrennen würde, müsste ich an ihnen vorbei. Und ich will nicht, dass sie mein enttäuschtes Gesicht sehen. Ihre Gesichter, ihre gefühlskalten Blicke dir mir sagen: Du bist der Fehler!

Eher mittelmäßig